Bildschirm teilen ohne Installation

Du willst jemandem helfen — Eltern, Großeltern, Kund:innen — und niemand soll sich mit Downloads und Konten herumschlagen? Mit Auffi öffnet die helfende Person nur den Browser, tippt einen 9-stelligen Code und ist verbunden: keine Installation, kein Konto. Kostenlos, Open Source, Server in Deutschland.

In drei Schritten verbunden

  1. auffi.app öffnen — im Browser, kein Download, kein Konto.
  2. Code eingeben — den 9-stelligen Code, den dir die andere Person nennt.
  3. Verbinden — die andere Person bestätigt, und die Sitzung startet.

Hinweis: Die Person, deren Bildschirm geteilt wird, startet einmalig den kleinen Auffi-Sharer (Windows oder Linux) und nennt ihren Code. Die helfende Seite bleibt komplett im Browser — das ist der Unterschied zu TeamViewer, AnyDesk oder RustDesk, die auf beiden Seiten eine App verlangen.

Warum das die helfende Person entlastet

Bildschirm teilen ohne Installation: was technisch dahintersteckt

Dass die helfende Seite nichts installiert, ist keine Bequemlichkeit im Nachhinein, sondern eine Entscheidung in der Architektur. Der Browser bringt mit WebRTC alles mit, was zum Empfangen eines Video-Streams nötig ist — Aushandlung, Verschlüsselung, Wiedergabe. Ein zusätzliches Programm auf dieser Seite würde nichts hinzufügen, das der Browser nicht ohnehin kann.

Anders sieht es auf der teilenden Seite aus. Ein Browser darf zwar ein einzelnes Fenster freigeben, aber Maus und Tastatur des Betriebssystems steuern darf er aus guten Sicherheitsgründen nicht. Für Fernsteuerung braucht es deshalb dort ein kleines Programm — den Sharer. Die Asymmetrie ist gewollt: Die Hürde liegt bei der Person, die Hilfe organisiert, nicht bei der, die spontan einspringt.

Was der Server sieht. Vermittelt wird nur der Verbindungsaufbau: Beide Seiten tauschen über den Signaling-Server aus, wie sie einander erreichen können. Danach fließen Bild, Maus und Dateien direkt zwischen den Geräten, verschlüsselt mit DTLS-SRTP. Nur wenn eine Firewall die direkte Verbindung blockiert, springt ein TURN-Server als Relais ein — auch dann bleibt der Inhalt für den Server unlesbar.

Warum der Code abläuft. Neun Ziffern sind kurz genug zum Vorlesen und zu wenig für dauerhafte Sicherheit. Deshalb gilt ein Code höchstens zehn Minuten, der Server drosselt Rateversuche pro IP-Adresse, und die teilende Person bestätigt jede eingehende Verbindung ausdrücklich. Drei Schranken statt eines langen Passworts, das sich niemand am Telefon durchgeben lässt.

Was du der anderen Person am Telefon sagst

Der ganze Ablauf lässt sich in zwei Sätzen durchgeben — genau das ist der Punkt:

  1. „Öffne bitte auffi.app im Browser."
  2. „Tippe diese neun Ziffern ein und klick auf Verbinden."

Kein Download, kein Konto, keine Sicherheitswarnung, die erklärt werden müsste. Wer schon einmal versucht hat, jemandem am Telefon durch eine Installation zu helfen — „nein, nicht der große grüne Knopf, der andere" —, kennt den Unterschied.

Die umgekehrte Richtung braucht dagegen den Sharer: Wer den eigenen Bildschirm teilt und Fernsteuerung erlauben will, installiert ein kleines Programm. Die Hürde liegt damit bei der Person, die Hilfe organisiert — nicht bei der, die spontan einspringt.

Häufige Fragen

Kann man wirklich ohne Installation den Bildschirm teilen?

Für die helfende Person ja: Sie öffnet nur auffi.app im Browser, tippt einen 9-stelligen Code und ist verbunden — ohne Download und ohne Konto. Nur die Person, deren Bildschirm geteilt wird, startet einmalig den kleinen Auffi-Sharer.

Warum muss die teilende Person doch etwas starten?

Browser dürfen aus Sicherheitsgründen nicht ungefragt den ganzen Bildschirm samt Fernsteuerung freigeben. Deshalb läuft auf der geteilten Seite der kleine Auffi-Sharer (Windows oder Linux). Die helfende Seite bleibt komplett im Browser.

Ist das kostenlos?

Ja, komplett. Auffi ist Open Source unter der AGPL-3.0 — kostenlos für private und gewerbliche Nutzung, ohne Sitzungslimit.

Ist die Verbindung sicher?

Jeder Stream ist Ende-zu-Ende mit DTLS-SRTP verschlüsselt (WebRTC). Der 9-stellige Code läuft nach 10 Minuten ab, der Server drosselt Rateversuche pro IP, und die teilende Person bestätigt jede Verbindung aktiv.

Funktioniert das auf jedem Gerät?

Die helfende Person braucht nur einen aktuellen Browser (Chrome, Edge, Firefox; Safari mit Einschränkungen). Der Sharer für die teilende Seite läuft unter Windows und Linux (macOS folgt).

Jetzt ausprobieren

Bildschirm teilen — Code eingeben & verbinden · Sharer herunterladen · Fernwartungssoftware im Vergleich