Chrome-Remote-Desktop-Alternative: Auffi im direkten Vergleich
Auffi ist eine kostenlose, quelloffene (AGPL-3.0) und
DSGVO-konforme Alternative zu Chrome Remote Desktop für
spontane Bildschirmfreigabe und Fernwartung. Die helfende Person öffnet
nur auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code —
ohne Google-Konto, ohne Installation. Die Server stehen
in Deutschland, und jeder Stream ist Ende-zu-Ende mit DTLS-SRTP
verschlüsselt. Chrome Remote Desktop ist kostenlos und einfach, bindet
aber beide Seiten an ein Google-Konto und Googles US-Cloud.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Auffi | Chrome Remote Desktop |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos (privat & gewerblich) | Kostenlos |
| Konto nötig | Nein (Ad-hoc-Code) | Google-Konto auf beiden Seiten |
| Lizenz / Open Source | AGPL-3.0, quelloffen | Proprietär (Google) |
| Selbst hostbar | Ja (Docker) | Nein |
| Installation (helfende Person) | Keine — nur Browser | Browser, aber Google-Konto nötig |
| Server-Standort | Deutschland (Frankfurt) | USA (Google-Cloud) |
| Verschlüsselung | Ende-zu-Ende, DTLS-SRTP (WebRTC) | Verschlüsselt (WebRTC/DTLS) |
| Plattformen | Windows, Linux (macOS folgt) | Windows, macOS, Linux, ChromeOS |
Stand: Juni 2026
Wann Auffi die bessere Wahl ist
- Du willst jemandem helfen, der kein Google-Konto hat — oder kein Google-Konto anlegen möchte.
- Dir sind EU-/DE-Hosting und Datenschutz wichtig — kein US-Cloud-Anbieter im Datenfluss.
- Du willst die Lösung selbst hosten und vollständig kontrollieren (AGPL-3.0).
- Du willst, dass jede Sitzung aktiv bestätigt wird — kein automatisches Zulassen.
- Du nutzt Fernwartung gewerblich und willst nicht an Googles Ökosystem gebunden sein.
Wann Chrome Remote Desktop die bessere Wahl ist
- Alle Beteiligten haben ohnehin ein Google-Konto und wollen den einfachsten Dauerzugriff zum eigenen Rechner.
- Du brauchst Unterstützung für ChromeOS oder möchtest nahtlos im Google-Ökosystem bleiben.
Chrome-Remote-Desktop-Alternative ohne Konto-Zwang
Der Konto-Zwang ist bei Chrome Remote Desktop kein Detail am Rand, sondern die Architektur: Die Zuordnung von Gerät zu Person läuft über das Google-Konto. Deshalb braucht auch die Person, der geholfen wird, eines — und wer keines hat oder das Passwort nicht mehr weiß, kommt erst gar nicht bis zum Verbindungsaufbau.
Für spontane Hilfe ist das die falsche Reihenfolge. Ein Verbindungscode, der zehn Minuten gilt und danach verfällt, erledigt dieselbe Aufgabe ohne dauerhafte Identität: Er belegt für die Dauer der Sitzung, dass beide Seiten dasselbe meinen — mehr braucht es für einmalige Hilfe nicht.
Der zweite Punkt ist der Serverstandort. Chrome Remote Desktop läuft über Google-Infrastruktur; für Verarbeitung im beruflichen Kontext ist das dokumentations- und begründungspflichtig. Bei Auffi stehen die Server in Deutschland, und wer auch das nicht genügen lässt, betreibt den Dienst dank AGPL selbst.
Fair bleibt: Wenn ohnehin alle Beteiligten ein Google-Konto haben und im Chrome-Ökosystem arbeiten, ist Chrome Remote Desktop schnell eingerichtet und kostet nichts. Die Alternative lohnt sich dort, wo eine dieser beiden Voraussetzungen nicht gilt.
Umstieg in drei Schritten
- Sharer installieren auf dem Rechner, der geteilt werden soll — kein Konto, keine Browser-Erweiterung.
- Code erzeugen und durchgeben; er gilt zehn Minuten.
- Anfrage bestätigen und den Monitor auswählen.
Die Chrome-Erweiterung muss dafür nicht entfernt werden. Wer beide Wege offenhält, nutzt den Google-Dienst weiter für die eigenen Geräte und den codebasierten Weg für alle, die kein Konto haben oder keines anlegen wollen. Das ist auch die ehrlichste Empfehlung: Ein Werkzeug ersetzt das andere nicht in jedem Fall, es deckt einen Fall ab, den das andere strukturell nicht abdecken kann.
Häufige Fragen
Geht Fernwartung ohne Google-Konto?
Ja. Chrome Remote Desktop verlangt auf beiden Seiten ein Google-Konto. Auffi nicht: die helfende Person öffnet nur auffi.app und tippt einen 9-stelligen Code, ganz ohne Konto.
Wo werden bei Chrome Remote Desktop die Daten verarbeitet?
Chrome Remote Desktop läuft über Googles Infrastruktur in den USA. Auffi vermittelt nur den Verbindungsaufbau über Server in Deutschland (Frankfurt); Bild, Maus und Dateien fließen Ende-zu-Ende direkt zwischen den Geräten.
Ist Auffi so einfach wie Chrome Remote Desktop?
Für die helfende Person ja — Browser öffnen, Code eingeben, verbinden. Nur wer den eigenen Bildschirm teilt, startet einmalig den kleinen Auffi-Sharer; bei Chrome Remote Desktop installiert die geteilte Seite ebenfalls eine Host-Komponente.
Kann ich Auffi selbst hosten? Chrome Remote Desktop nicht?
Richtig. Auffi ist Open Source (AGPL-3.0) und vollständig selbst hostbar. Chrome Remote Desktop ist ein geschlossener Google-Dienst und lässt sich nicht selbst betreiben.
Ist Auffi auch gewerblich kostenlos?
Ja, ohne Lizenzgebühr und ohne private/gewerbliche Unterscheidung. Chrome Remote Desktop ist ebenfalls kostenlos, bindet dich aber an ein Google-Konto und Googles US-Cloud.
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