Splashtop-Alternative: Auffi im direkten Vergleich
Splashtop SOS ist ein ausgereiftes, kostenpflichtiges
Helpdesk-Werkzeug: Jahreslizenz pro gleichzeitigem Techniker,
Techniker-Konto, App auf beiden Seiten — dafür viele Plattformen und
Team-Funktionen. Auffi ist kostenlos, quelloffen (AGPL-3.0)
und selbst hostbar. Die helfende Person öffnet nur
auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code
— keine Installation, kein Konto. Wer eine
Splashtop-Alternative für spontane Hilfe sucht, ohne Lizenzen zu
verwalten, findet hier den ehrlichen Vergleich.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Auffi | Splashtop SOS |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos (privat & gewerblich) | Jahreslizenz pro gleichzeitigem Techniker (laut Hersteller ab 259 US-$ pro Jahr), kein Monatsabo |
| Kostenlos testen | Ja, unbegrenzt | Kostenlose Testphase |
| Lizenz / Open Source | AGPL-3.0, Open Source | Proprietär |
| Selbst hostbar | Ja (Docker Compose) | Nur mit separatem Produkt Splashtop On-Prem |
| Installation (helfende Person) | Keine — nur Browser | Splashtop-Business-App (oder Chrome-Browser) plus Abo |
| Installation (Person mit Problem) | Kleiner Sharer (Windows, Linux) | SOS-App, nennt einen 9-stelligen Code |
| Konto nötig (spontane Hilfe) | Nein | Ja, Techniker-Konto mit Lizenz |
| Verschlüsselung | Ende-zu-Ende, DTLS-SRTP (WebRTC) | TLS / AES-256 |
| Herkunft / Server | Deutschland (Frankfurt) | USA (Silicon Valley); Rechenzentrum in Deutschland verfügbar |
| Plattformen (Bildschirm teilen) | Windows, Linux (kein macOS) | Windows, macOS, Linux, iOS, Android |
| Team-Funktionen | Keine (kein Ticketing, keine Aufzeichnung) | Chat, Aufzeichnung, PSA-/ITSM-Anbindung, mehrere Techniker pro Sitzung |
Stand: Oktober 2026 · Preise laut Hersteller, jährliche Abrechnung
Wann Auffi die bessere Wahl ist
- Du hilfst gelegentlich — Familie, Verein, ein paar Kunden — und willst keine Lizenz pro Techniker bezahlen.
- Die helfende Person soll nichts installieren und kein Konto anlegen: ein Browser genügt.
- Du willst den Dienst selbst betreiben oder legst Wert auf Open Source und Server in Deutschland.
Wann Splashtop die bessere Wahl ist
- Du betreibst einen professionellen IT-Helpdesk mit mehreren Technikern und brauchst Aufzeichnung, Chat und Ticket-Anbindung.
- Du musst Macs, iPhones oder Android-Geräte unterstützen — das kann Auffi nicht.
- Du willst Hersteller-Support und einen Vertrag statt eines selbst verantworteten Open-Source-Dienstes.
Splashtop-Alternative: wo der Unterschied im Alltag liegt
Splashtop ist kein schlechtes Produkt — im Gegenteil. Splashtop SOS ist gut gemacht, schnell und für IT-Abteilungen gebaut. Genau daraus ergeben sich aber die Punkte, an denen eine Splashtop-Alternative interessant wird.
Das Lizenzmodell. Splashtop rechnet pro gleichzeitigem Techniker ab, und zwar jährlich im Voraus — einen Monatstarif gibt es laut Hersteller nicht. Für ein Helpdesk-Team, das täglich Sitzungen fährt, ist das fair kalkulierbar. Wer aber nur ein paarmal im Monat jemandem hilft, zahlt eine ganze Jahreslizenz für eine Handvoll Sitzungen. Auffi kostet nichts, auch gewerblich, und es gibt keine Lizenz, die ausläuft.
Wer was installiert. Bei Splashtop SOS installiert der Techniker die Splashtop-Business-App (oder nutzt den Chrome-Browser) und meldet sich mit seinem Konto an; die Person am anderen Ende lädt die SOS-App und liest einen Code vor. Bei Auffi lädt nur die Person, die ihren Bildschirm zeigt, einen kleinen Sharer. Die helfende Seite öffnet eine Website, tippt neun Ziffern und ist verbunden — auf jedem Gerät mit aktuellem Browser, ohne Anmeldung.
Kontrolle über die Infrastruktur. Splashtop ist ein Cloud-Dienst eines US-Unternehmens. Laut eigener Aussage gibt es seit 2020 zusätzlich ein Rechenzentrum in Deutschland, und für Organisationen, die nichts in der Cloud betreiben dürfen, verkauft Splashtop ein eigenes On-Prem-Produkt. Auffi ist von Haus aus Open Source: Signalisierung, TURN-Server und Weboberfläche laufen per Docker Compose auf deinem eigenen Server, der Quellcode liegt offen auf GitHub.
Was Auffi nicht kann — und warum das okay sein kann
Ehrlich gesagt: Auffi deckt nur einen Teil dessen ab, was Splashtop bietet. Es gibt keine mobilen Apps, keinen Mac-Sharer, kein Ticketing, keine Sitzungsaufzeichnung und keine Verwaltung großer Geräteflotten. Unbeaufsichtigter Zugriff auf eigene Geräte ist möglich, braucht dann aber ein Konto und ein Passwort pro Gerät.
Dafür ist Auffi bei spontaner Hilfe kaum zu unterbieten: Die Person am Telefon muss nichts verstehen außer „öffne die Website und gib den Code ein". Jede spontane Sitzung muss die teilende Person ausdrücklich bestätigen, und die Verbindung ist per DTLS-SRTP verschlüsselt. Viele Teams kombinieren deshalb beides — Splashtop für den verwalteten Gerätepark, Auffi für alles, was ungeplant dazwischenkommt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Auffi und Splashtop?
Splashtop SOS ist ein kostenpflichtiges Helpdesk-Produkt mit Jahreslizenz pro gleichzeitigem Techniker, Techniker-Konto und App auf beiden Seiten. Auffi ist kostenlos, Open Source (AGPL-3.0) und selbst hostbar; die helfende Person öffnet nur auffi.app im Browser und braucht kein Konto.
Ist Auffi eine kostenlose Splashtop-Alternative für Firmen?
Ja. Auffi ist auch gewerblich kostenlos, ohne Lizenz pro Techniker und ohne Abo. Wer mehr Kontrolle will, betreibt Auffi per Docker Compose auf dem eigenen Server.
Muss die Person, der geholfen wird, bei Splashtop etwas installieren?
Ja. Bei Splashtop SOS lädt die Person die SOS-App herunter und nennt dem Techniker einen 9-stelligen Code. Bei Auffi installiert die Person, die ihren Bildschirm teilt, ebenfalls einen kleinen Sharer (Windows oder Linux); die helfende Seite braucht dagegen nur einen Browser.
Unterstützt Auffi Mac, iPhone und Android wie Splashtop?
Nein. Den Bildschirm teilen kann man mit Auffi nur von Windows und Linux aus, mobile Apps gibt es nicht. Splashtop unterstützt deutlich mehr Plattformen, darunter macOS, iOS und Android. Helfen kann man mit Auffi dagegen von jedem Gerät mit aktuellem Browser.
Wo liegen die Daten bei Auffi und bei Splashtop?
Splashtop ist ein US-Unternehmen und betreibt laut eigener Aussage seit 2020 zusätzlich ein Rechenzentrum in Deutschland. Der öffentliche Auffi-Dienst läuft in Frankfurt, nutzt keine Drittanbieter-Tracker und speichert keine IP-Adressen im Klartext; selbst gehostet bleiben alle Daten auf dem eigenen Server.
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