AnyDesk-Alternative: Auffi im direkten Vergleich
Auffi ist eine kostenlose, quelloffene (AGPL-3.0) und
DSGVO-konforme Alternative zu AnyDesk für spontane
Bildschirmfreigabe und Fernwartung. Die hilfeleistende Person öffnet
nur auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code —
keine Installation, kein Konto. Die Server stehen in
Deutschland, jeder Stream ist Ende-zu-Ende mit DTLS-SRTP verschlüsselt,
und Auffi lässt sich komplett selbst hosten. AnyDesk ist ein deutsches
Unternehmen mit einem sehr performanten, plattformübergreifenden
Client — aber proprietär, und für jede Sitzung wird auf beiden Seiten
die AnyDesk-Software benötigt.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Auffi | AnyDesk |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos (privat & gewerblich) | Kostenlos nur privat; gewerblich kostenpflichtig |
| Lizenz / Open Source | AGPL-3.0, quelloffen & auditierbar | Proprietär, Closed Source |
| Server-Standort | Deutschland (IONOS Frankfurt) | Deutsches Unternehmen (Stuttgart), globale Server-Infrastruktur |
| Selbst hostbar | Ja (Docker Compose, kostenlos) | Nur On-Premises-Appliance für Enterprise (kostenpflichtig) |
| Installation (helfende Person) | Keine — nur Browser | AnyDesk-App bzw. portable EXE nötig |
| Konto nötig (Ad-hoc) | Nein | Nein (Verbindung über AnyDesk-ID + Bestätigung) |
| Verschlüsselung | Ende-zu-Ende, DTLS-SRTP (WebRTC) | TLS 1.2, AES-256 (RSA-2048-Schlüsseltausch) |
| Tracker / Telemetrie | Keine; cookieless Opt-in-Statistik | Telemetrie vorhanden |
| Unattended Access | Ja (gepairte Geräte) | Ja, sehr ausgereift |
| Plattformen (Sharer) | Windows, Linux (macOS folgt) | Windows, macOS, Linux, iOS, Android u. a. |
| Performance | Solide (WebRTC-Encoder) | Sehr hoch (DeskRT-Codec, latenzarm) |
| Funktionsumfang | Fokus: Bildschirm + Fernsteuerung + Datei | Breit (Adressbuch, Session-Recording, Mobile) |
Stand: Juni 2026
Wann Auffi die bessere Wahl ist
- Die helfende Person soll nichts installieren — ein Browser genügt.
- Dir sind Open Source, EU-/DE-Hosting und freie Selbst-Hostbarkeit wichtig — etwa im beruflichen Kontext mit DSGVO-Pflichten.
- Du nutzt Fernwartung gewerblich und willst nichts bezahlen.
- Du möchtest die Lösung selbst hosten und vollständig kontrollieren.
Wann AnyDesk (noch) Vorteile hat
- Du brauchst maximale Performance für grafikintensive Remote-Arbeit (DeskRT-Codec, sehr niedrige Latenz).
- Du brauchst sehr breite Plattform-Unterstützung inklusive iOS/Android und mobiler Geräte.
- Du brauchst Enterprise-Features wie Adressbuch, Session-Recording oder Massen-Rollout.
Auffi auf einen Blick
- 9-stelliger Verbindungscode, 10 Minuten gültig, serverseitig gegen Rateraten gedrosselt (Rate-Limit pro IP).
- WebRTC P2P mit DTLS-SRTP — Bild, Maus und Dateien fließen direkt zwischen den Geräten; TURN-Fallback, wenn die direkte Verbindung blockiert ist.
- Sharer bestätigt jede Verbindung aktiv (kein heimliches Zuschalten).
- AGPL-3.0, Quellcode und Releases auf GitHub.
AnyDesk-Alternative: wann sich der Wechsel wirklich lohnt
An der Übertragungsqualität liegt es selten. AnyDesks DeskRT-Codec ist ausgereift, und bei grafikintensiver Arbeit ist er weiterhin die bessere Wahl. Der Wechsel lohnt sich an drei anderen Punkten: wenn die Erkennung gewerblicher Nutzung Sitzungen beendet, wenn ein Auftraggeber Nachweise über Serverstandort und Verarbeitung verlangt, oder wenn die andere Seite mit dem Download überfordert ist.
Umgekehrt gilt: Wer täglich stundenlang auf entfernten Maschinen arbeitet, merkt den Unterschied bei der Latenz. Dann ist AnyDesk das passendere Werkzeug — auch wenn es proprietär bleibt.
Umstieg in drei Schritten
- Sharer installieren auf dem zu teilenden Rechner — Windows oder Linux, ohne Konto.
- Code erzeugen und durchgeben; er verfällt nach zehn Minuten.
- Anfrage bestätigen und den Monitor wählen.
AnyDesk kann installiert bleiben — für latenzkritische Arbeit bleibt es die schnellere Wahl. Beide parallel zu betreiben, kostet nichts.
Häufige Fragen
Ist Auffi eine kostenlose Alternative zu AnyDesk?
Ja. Auffi ist komplett kostenlos und Open Source unter der AGPL-3.0 — auch für gewerbliche Nutzung, ohne Limit. AnyDesk ist nur für die private Nutzung kostenlos; gewerbliche Nutzung erfordert eine kostenpflichtige Lizenz.
Muss die helfende Person AnyDesk oder sonst etwas installieren?
Bei Auffi nicht: Die helfende Person öffnet nur auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code. AnyDesk verlangt auf beiden Seiten die AnyDesk-Software (Installation oder portable EXE) — bei Auffi lädt nur die Person, die ihren eigenen Bildschirm teilt, den kleinen Sharer.
Wo stehen die Server, und ist Auffi DSGVO-konform?
Auffis Server stehen in Deutschland (IONOS Frankfurt), ohne IPs im Klartext, ohne Tracker, ohne Logging von Inhalten — und dank AGPL komplett selbst hostbar. AnyDesk ist zwar ein deutsches Unternehmen (Stuttgart), aber proprietär und betreibt eine globale Server-Infrastruktur.
Kann Auffi AnyDesk komplett ersetzen?
Für spontane Bildschirmhilfe und Fernsteuerung ja. Für maximale Performance bei grafikintensiver Arbeit, sehr breite Plattform-Unterstützung (iOS/Android) und Enterprise-Funktionen bleibt AnyDesk stärker — das deckt Auffi bewusst nicht ab.
Wie sicher ist die Verbindung bei Auffi?
Jeder Stream ist Ende-zu-Ende mit DTLS-SRTP verschlüsselt (WebRTC). Der 9-stellige Code läuft nach 10 Minuten ab, der Server drosselt Verbindungsversuche serverseitig (Rate-Limit pro IP), und der Teilende bestätigt jede Verbindung aktiv. Der Server vermittelt nur den Verbindungsaufbau — Bild, Maus und Dateien fließen direkt zwischen den Geräten (Peer-to-Peer).
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