TeamViewer-Alternative: Auffi im direkten Vergleich
Auffi ist eine kostenlose, quelloffene (AGPL-3.0) und
DSGVO-konforme Alternative zu TeamViewer für spontane
Bildschirmfreigabe und Fernwartung. Die hilfeleistende Person öffnet
nur auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code —
keine Installation, kein Konto. Die Server stehen in
Deutschland, und jeder Stream ist Ende-zu-Ende mit DTLS-SRTP
verschlüsselt. TeamViewer ist umfangreicher und ausgereifter, aber
proprietär und für gewerbliche Nutzung kostenpflichtig.
Vergleichstabelle
| Merkmal | Auffi | TeamViewer |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos (privat & gewerblich) | Kostenlos nur privat; gewerblich kostenpflichtig |
| Lizenz / Open Source | AGPL-3.0, quelloffen & auditierbar | Proprietär, Closed Source |
| Server-Standort | Deutschland (IONOS Frankfurt) | Cloud-Infrastruktur (DE-Unternehmen) |
| Selbst hostbar | Ja (Docker Compose) | Nein |
| Installation (helfende Person) | Keine — nur Browser | App/QuickSupport nötig |
| Konto nötig (Ad-hoc) | Nein | Nein (QuickSupport) |
| Verschlüsselung | Ende-zu-Ende, DTLS-SRTP (WebRTC) | Ende-zu-Ende, AES-256 |
| Tracker / Telemetrie | Keine; cookieless Opt-in-Statistik | Telemetrie vorhanden |
| Unattended Access | Ja (gepairte Geräte) | Ja, sehr ausgereift |
| Plattformen (Sharer) | Windows, Linux (macOS folgt) | Windows, macOS, Linux, iOS, Android |
| Funktionsumfang | Fokus: Bildschirm + Fernsteuerung + Datei | Sehr breit (Meetings, Mobile, Asset-Mgmt) |
Stand: Mai 2026
Wann Auffi die bessere Wahl ist
- Du willst jemandem spontan helfen (Eltern, Großeltern, Kund:innen), ohne dass die Person etwas installiert.
- Dir sind Datenschutz, EU-/DE-Hosting und Open Source wichtig — etwa im beruflichen Kontext mit DSGVO-Pflichten.
- Du nutzt Fernwartung gewerblich und willst nichts bezahlen.
- Du möchtest die Lösung selbst hosten und vollständig kontrollieren.
Wann TeamViewer (noch) Vorteile hat
- Du brauchst mobile Apps (iOS/Android) oder den Support von Mobilgeräten.
- Du verwaltest viele Geräte im Unternehmen mit Asset-Management, Reporting und Meetings.
- Du brauchst einen kommerziellen Support-Vertrag mit SLA.
Auffi auf einen Blick
- 9-stelliger Verbindungscode, 10 Minuten gültig, serverseitig gegen Rateraten gedrosselt (Rate-Limit pro IP).
- WebRTC P2P mit DTLS-SRTP — Bild, Maus und Dateien fließen direkt zwischen den Geräten; TURN-Fallback, wenn die direkte Verbindung blockiert ist.
- Sharer bestätigt jede Verbindung aktiv (kein heimliches Zuschalten).
- AGPL-3.0, Quellcode und Releases auf GitHub.
TeamViewer-Alternative im Alltag: drei typische Situationen
Hilfe am Telefon. Der klassische Fall: Jemand kommt nicht weiter, du willst kurz auf den Bildschirm schauen. Das Nadelöhr ist nie die Fernsteuerung, sondern die Minuten davor — den Download finden, die Sicherheitswarnung wegklicken, die ID vorlesen. Wer nur eine Adresse und neun Ziffern durchgeben muss, spart genau diesen Teil.
Ehrenamt und Verein. Formal privat, im Verhalten kaum davon zu unterscheiden: viele verschiedene Rechner, oft tagsüber. Genau dieses Muster löst bei TeamViewer die Erkennung gewerblicher Nutzung aus. Der Widerspruch ist möglich, dauert aber — und die laufende Sitzung ist trotzdem beendet.
Selbstständige und kleine Betriebe. Hier ist die Lizenz sachlich korrekt gefordert. Die Frage ist nur, ob der Funktionsumfang zum Bedarf passt: Wer Geräteverwaltung, Meetings und mobile Apps braucht, zahlt dafür zu Recht. Wer nur gelegentlich auf einen Bildschirm schauen muss, zahlt für Funktionen, die nie zum Einsatz kommen.
Auffi deckt den dritten Fall ab, ohne zwischen privat und gewerblich zu unterscheiden — und den ersten, weil auf der helfenden Seite nichts installiert wird. Für den Funktionsumfang des zweiten bleibt TeamViewer die breitere Wahl; das steht auch in der Tabelle oben so.
Umstieg in drei Schritten
- Sharer installieren auf dem Rechner, der geteilt werden soll — Windows oder Linux, keine Registrierung.
- Code erzeugen und der helfenden Person durchgeben; er gilt zehn Minuten.
- Verbindung bestätigen, sobald die Anfrage erscheint, und den Monitor auswählen.
TeamViewer muss dafür nicht deinstalliert werden. Beide Werkzeuge nebeneinander zu betreiben, ist der risikoärmste Weg: Der gewohnte Ablauf bleibt verfügbar, während sich zeigt, ob der neue im Alltag trägt.
Häufige Fragen
Ist Auffi wirklich kostenlos — auch gewerblich?
Ja. Auffi ist komplett kostenlos und Open Source unter der AGPL-3.0, ohne Nutzungslimit und ohne Unterscheidung privat/gewerblich. TeamViewer ist nur privat kostenlos; gewerblich ist eine Lizenz nötig.
Ist Auffi DSGVO-konform?
Ja. Server in Deutschland, keine IPs im Klartext, keine Tracker, kein Logging von Inhalten — und dank AGPL komplett selbst hostbar.
Brauche ich ein Konto oder eine Installation?
Für spontane Hilfe nicht: die helfende Person öffnet nur auffi.app und tippt den Code. Nur wer den eigenen Bildschirm teilt, lädt den Sharer; ein Konto braucht es nur für permanenten Unattended-Zugriff.
Kann Auffi TeamViewer komplett ersetzen?
Für die spontane Bildschirmhilfe ja. Für mobile Apps, Meetings und Unternehmens-Geräteverwaltung bleibt TeamViewer breiter aufgestellt — das deckt Auffi bewusst nicht ab.
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