GoToAssist-Alternative: Auffi im direkten Vergleich

GoToAssist gibt es unter diesem Namen nicht mehr — das Produkt heißt heute LogMeIn Resolve (zwischendurch RescueAssist und GoTo Resolve) und ist eine kostenpflichtige Cloud-Suite für IT-Helpdesks. Auffi ist das Gegenmodell: kostenlos auch gewerblich, quelloffen (AGPL-3.0), Server in Deutschland — und die helfende Person öffnet nur auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code, ohne Konto und ohne Lizenz. Wer eine GoToAssist-Alternative für spontane Hilfe sucht, findet hier den ehrlichen Vergleich.

Vergleichstabelle

MerkmalAuffiGoToAssist (heute LogMeIn Resolve)
PreisKostenlos (privat & gewerblich)Kostenpflichtig, jährliche Abrechnung; Testphase
Lizenz / Open SourceAGPL-3.0, Open SourceProprietär
Selbst hostbarJa (Docker Compose)Nein, nur als Cloud-Dienst
Helfende Person brauchtNur einen Browser, kein KontoLizenziertes Techniker-Konto
Person mit dem ProblemKleiner Sharer (Windows, Linux)Link öffnen; zur Fernsteuerung eine App laden
VerschlüsselungEnde-zu-Ende, DTLS-SRTP (WebRTC)Verschlüsselte Verbindung (laut Hersteller)
Anbieter / ServerDeutschland (Frankfurt)GoTo, Boston (USA); EU-Datenhaltung wählbar
Plattformen (Gegenstelle)Windows, Linux (kein macOS)Windows, macOS, Android, iOS; Linux ohne Fernsteuerung
Helpdesk-FunktionenNein — nur Bildschirm teilen und fernsteuernTickets, Geräteverwaltung, Patches

Stand: Oktober 2026

Aus GoToAssist wurde LogMeIn Resolve

GoToAssist stammt ursprünglich von Expertcity, kam 2003 zu Citrix und 2017 zu LogMeIn. 2018 wurde es in RescueAssist umbenannt, später lief die Fernwartung als Teil von GoTo Resolve, heute vermarktet GoTo sie als LogMeIn Resolve. Viele suchen trotzdem noch nach dem alten Namen — und landen bei einem Produkt, das sich in der Zwischenzeit vom reinen Fernsupport-Tool zur IT-Verwaltungs-Suite entwickelt hat: Geräteverwaltung, Patch-Management, Endpoint-Schutz und Ticket-Integration gehören inzwischen dazu.

Das ist für IT-Abteilungen mit vielen Geräten ein echter Vorteil. Wer dagegen einfach einem Kunden, einer Kollegin oder den eigenen Eltern kurz über die Schulter schauen will, kauft damit eine Menge Funktionen mit, die er nie benutzt.

Wann Auffi die bessere Wahl ist

Wann LogMeIn Resolve die bessere Wahl ist

GoToAssist-Alternative im Alltag: wo der Unterschied spürbar wird

Wer bezahlt und wer sich anmeldet. Bei LogMeIn Resolve hängt alles an Lizenzen: Die Tarife werden laut Hersteller pro Monat bei jährlicher Abrechnung berechnet, setzen eine Mindestzahl an Endgeräten voraus, und Lizenzen für spontanen Fernsupport kommen je nach Tarif hinzu. Der Techniker meldet sich mit seinem Konto in der Konsole an. Bei Auffi gibt es weder Lizenz noch Konto für spontane Hilfe — wer helfen will, öffnet die Website.

Was die Person mit dem Problem tun muss. Hier sind sich die beiden ähnlicher, als man denkt: Bei LogMeIn Resolve öffnet die Gegenseite einen Link, für echte Fernsteuerung lädt sie eine App. Bei Auffi lädt sie einmal den kleinen Sharer, liest den 9-stelligen Code vor und bestätigt jede Verbindung ausdrücklich. Der Unterschied liegt auf der anderen Seite der Leitung.

Wem die Infrastruktur gehört. LogMeIn Resolve ist ein Cloud-Dienst eines US-Anbieters, immerhin mit wählbarer EU-Datenhaltung. Auffi läuft öffentlich in Frankfurt und lässt sich mit Docker Compose vollständig selbst betreiben — inklusive Signaling und TURN-Server. Der Quellcode liegt offen auf GitHub.

Was du nicht bekommst. Auffi hat keine Ticket-Anbindung, keine Geräteverwaltung, keine Patch-Verteilung und keine mobilen Apps; die geteilte Seite läuft unter Windows oder Linux, nicht unter macOS. Für dauerhaften Zugriff gibt es einen unbeaufsichtigten Modus mit gekoppelten Geräten und Passwort pro Gerät — dafür braucht es ein kostenloses Konto.

Häufige Fragen

Gibt es GoToAssist noch?

Nicht unter diesem Namen. GoToAssist wurde 2018 in RescueAssist umbenannt, lief danach als GoTo Resolve und heißt heute LogMeIn Resolve. Anbieter ist GoTo mit Sitz in Boston (USA). Wer nach einer GoToAssist-Alternative sucht, vergleicht also faktisch mit LogMeIn Resolve.

Was kostet LogMeIn Resolve im Vergleich zu Auffi?

LogMeIn Resolve ist kostenpflichtig: Die Tarife werden laut Hersteller pro Monat bei jährlicher Abrechnung berechnet und setzen eine Mindestzahl an Endgeräten voraus, Lizenzen für spontanen Fernsupport kommen je nach Tarif hinzu. Es gibt eine kostenlose Testphase. Auffi ist dauerhaft kostenlos, privat wie gewerblich, ohne Lizenz und ohne Testablauf.

Braucht die helfende Person bei Auffi ein Konto?

Nein. Für spontane Hilfe öffnet die helfende Person auffi.app im Browser und tippt den 9-stelligen Code ein. Bei LogMeIn Resolve arbeitet der Techniker mit einem lizenzierten Konto in der Resolve-Konsole.

Wo liegen die Daten bei Auffi und bei LogMeIn Resolve?

Auffis öffentlicher Dienst läuft in Deutschland (Frankfurt), ohne Drittanbieter-Tracker und ohne IPs im Klartext in den Logs; wer will, betreibt Auffi komplett selbst. Bei LogMeIn Resolve wählen Kunden beim Anlegen des Kontos zwischen globaler und EU-Datenhaltung; der Anbieter ist ein US-Unternehmen, Self-Hosting gibt es nicht.

Wann ist LogMeIn Resolve die bessere Wahl?

Wenn du einen Helpdesk mit mehreren Technikern, Geräteverwaltung, Patch-Management und Ticket-Anbindung brauchst, mobile Geräte unterstützen musst und für diese Funktionen gern bezahlst. Auffi ist bewusst schlanker: Bildschirm teilen und fernsteuern, sonst nichts.

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