Quick-Assist-Alternative: Auffi im direkten Vergleich

Microsoft Quick Assist ist praktisch, solange beide Seiten Windows nutzen — es ist kostenlos und schon im System. Die helfende Person muss sich allerdings mit einem Microsoft-Konto anmelden, und auf Mac oder Linux gibt es Quick Assist für den Alltag nicht. Bei Auffi öffnet die helfende Person nur auffi.app im Browser und tippt einen 9-stelligen Code — auf jedem Betriebssystem, ohne Installation, ohne Konto. Die Person, die ihren Bildschirm teilt, installiert einen kleinen Sharer für Windows oder Linux.

Vergleichstabelle

MerkmalAuffiMicrosoft Quick Assist
PreisKostenlos (privat & gewerblich)Kostenlos (in Windows enthalten)
Lizenz / Open SourceAGPL-3.0, quelloffenProprietär (Microsoft)
Selbst hostbarJa (Docker Compose)Nein, nur Microsoft-Dienst
Helfende Person brauchtNur einen Browser, jedes BetriebssystemWindows-PC mit Quick Assist
Konto nötig (spontane Hilfe)NeinJa, Microsoft-Konto oder Entra ID für die helfende Person
Geteilter BildschirmWindows, Linux (kein macOS)Windows (macOS nur mit Microsoft-Support)
Teilende Person installiertKleinen SharerNichts, wenn Quick Assist vorhanden ist (sonst Microsoft Store)
VerschlüsselungDTLS-SRTP (WebRTC)TLS 1.2, RDP über Microsoft-Relay
Server-Standort (öffentlicher Dienst)Deutschland (Frankfurt)Microsoft-Cloud
Unbeaufsichtigter ZugriffJa, für gekoppelte Geräte (mit Konto)Nicht vorgesehen

Stand: Oktober 2026

Wann Auffi die bessere Wahl ist

Wann Quick Assist die bessere Wahl ist

Quick-Assist-Alternative: wo der Unterschied im Alltag liegt

Quick Assist und Auffi lösen dieselbe Aufgabe: Jemand braucht spontan Hilfe am Rechner, und eine zweite Person soll den Bildschirm sehen und notfalls übernehmen. Beide arbeiten mit einem kurzen Code, den man am Telefon durchgibt, und bei beiden bestätigt die Person am geteilten Rechner jede Verbindung. Der Unterschied liegt darin, was die beiden Seiten mitbringen müssen.

Wer welches Gerät hat. Quick Assist setzt Windows auf beiden Seiten voraus. Die Mac-Version gibt Microsoft nur im Rahmen eigener Support-Fälle heraus. Wer am MacBook sitzt und der Mutter am Windows-Laptop helfen will, kommt mit Quick Assist also nicht weiter. Bei Auffi ist die helfende Seite ein Browser-Tab — egal ob Windows, macOS oder Linux.

Wer sich anmelden muss. Bei Quick Assist meldet sich die helfende Person mit einem Microsoft-Konto oder einem Firmenkonto (Entra ID) an; ein lokales Active-Directory-Konto reicht laut Microsoft nicht. Für Familienhilfe ist das oft der Punkt, an dem es hakt: Passwort vergessen, Zwei-Faktor-Code auf dem anderen Handy. Auffi verlangt für spontane Hilfe überhaupt kein Konto.

Wer installieren muss. Hier hat Quick Assist einen echten Vorteil: Auf aktuellen Windows-Rechnern ist es meist schon da (sonst kommt es aus dem Microsoft Store). Bei Auffi installiert die Person, die ihren Bildschirm teilt, einen kleinen Sharer für Windows oder Linux. Dafür bleibt die helfende Seite installationsfrei.

Wenn Quick Assist gesperrt ist

Quick Assist wurde in den vergangenen Jahren immer wieder bei Betrugsanrufen missbraucht: Angreifer geben sich als IT-Support aus und bringen Opfer dazu, eine Sitzung zu starten. Microsoft rät Organisationen deshalb, Quick Assist zu deaktivieren oder zu deinstallieren, wenn sie ein anderes Werkzeug nutzen. In vielen Firmen ist Quick Assist inzwischen gesperrt.

Wer dann trotzdem helfen muss, braucht eine Quick-Assist-Alternative, die nicht an Microsoft-Dienste gebunden ist. Auffi lässt sich dafür auch komplett selbst betreiben: Per Docker Compose läuft der ganze Dienst inklusive Signalisierung und TURN auf dem eigenen Server. Die Grundregel gilt bei jedem Tool gleich: Gib niemandem Zugriff auf deinen Rechner, den du nicht selbst um Hilfe gebeten hast. Auffi zeigt dafür vor jeder spontanen Sitzung einen Bestätigungsdialog.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Auffi und Microsoft Quick Assist?

Quick Assist ist in Windows eingebaut und läuft nur zwischen zwei Windows-PCs; die helfende Person muss sich mit einem Microsoft-Konto anmelden. Bei Auffi öffnet die helfende Person nur auffi.app im Browser, auf jedem Betriebssystem und ohne Konto. Die Person, die ihren Bildschirm teilt, installiert einen kleinen Sharer für Windows oder Linux.

Funktioniert Quick Assist auch auf dem Mac oder unter Linux?

Laut Microsoft gibt es Quick Assist für macOS nur im Rahmen von Sitzungen mit dem Microsoft-Support, nicht für den allgemeinen Gebrauch. Eine Linux-Version gibt es nicht. Bei Auffi kann die helfende Person jeden aktuellen Browser nutzen, auch auf dem Mac oder unter Linux; geteilt werden können Windows- und Linux-Bildschirme.

Braucht man für Auffi ein Konto?

Für spontane Hilfe nicht. Die helfende Person tippt einen 9-stelligen Code ein, die teilende Person bestätigt die Verbindung. Ein Konto brauchst du nur für den unbeaufsichtigten Zugriff auf eigene, gekoppelte Geräte.

Warum sperren manche Firmen Quick Assist?

Quick Assist wurde wiederholt bei Betrugsanrufen missbraucht, in denen sich Angreifer als IT-Support ausgaben. Microsoft empfiehlt Organisationen, Quick Assist zu deaktivieren oder zu deinstallieren, wenn sie ein anderes Fernwartungs-Tool nutzen. Wo Quick Assist gesperrt ist, braucht man eine Alternative.

Ist Auffi wie Quick Assist kostenlos?

Ja. Auffi ist kostenlos, privat wie gewerblich, und quelloffen unter der AGPL-3.0. Wer möchte, betreibt Auffi komplett auf dem eigenen Server per Docker Compose.

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